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Würde hat keine Halbwertszeit. Über das Sterben aus ethischer Sicht

25. Oktober 2016 um 18:0019:30

| CHF15 - CHF25

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Referat mit anschliessender Diskussion:

Prof. Dr. Frank Mathwig und Pfarrerin Rita Famos.

Irgendwie passt es nie. Früher hatten die Menschen Angst vor einem plötzlichen, schnellen Tod, heute fürchten sie ein langes Sterben. Früher sorgten sich die Menschen um ihr Heil, heute um ihre Würde. Tatsächlich hat sich das Sterben heute zu einer Lebensphase ausgedehnt, einem Zeitraum, in dem es scheinbar nichts mehr zu gewinnen und zu erreichen gibt, sondern alles auf dem Spiel steht. Ungern überlassen selbstbestimmte Menschen ihre Leben irgendwelchen Zufällen – auch das Sterben nicht. Die Alternativen «Leben bis zum Schluss» und «Leben so lange ich will» berufen sich auf die Würde: die Würde des unantastbaren Lebens und die Würde des selbstbestimmten Lebens. Würde erscheint beliebig austauschbar und funktioniert wie ein Stoppschild, das uns unbequeme Rückfragen vom Leib hält. Der inflationäre Gebrauch von Wörtern sollte aufhorchen lassen, auch beim Sterben. Was ist gemeint, wenn von einem Sterben in Würde die Rede ist? Woran wird darin appelliert? Und was wird damit notorisch ausgeblendet?

Referent: Prof. Dr. Frank Mathwig, Beauftragter für Theologie und Ethik beim Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, Mitglied des nationalen Ethikforums.

Moderatorin: Pfarrerin Rita Famos, Abteilungsleiterin Spezialseelsorge der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich

Details

Datum:
25. Oktober 2016
Zeit:
18:00 – 19:30
Eintritt:
CHF15 - CHF25
Veranstaltungskategorie:

(Änderungen vorbehalten)